Mehr als das Auge sieht...
Ein gutes Benutzeroberflächen-Design wird immer wichtiger um sich von den Mitbewerbern abzuheben. Dies ist auch wichtiger denn je für die Akzeptanz einer neuen
Applikation. Die Oberfläche muß in sich stimmig sein, die Icons müssen möglichst klar darstellen wofür sie stehen.

Icondesign ist heute mehr als nur etwas fürs Auge. Gut gestaltete und durchdachte Icons erleichtern das Erlernen neuen Applikation enorm und helfen auch bei fortgeschrittenen Benutzern Bedienungsfehler
zu vermeiden. Außerdem habe gute Symbole den Vorteil das sie in der Regel sprachunabhängig verwendet werden können.

Wir erstellen unsere Icons und Symbold grundsätzlich im Adobe Illustrator als Vektorgrafik. Das hat den Vorteil, daß sich Icons später beliebig skalieren lassen und
Änderungen mit geringen Zeitaufwand möglich sind.
Anschließend werden die Symbole in der Zielgröße in den Adobe Photoshop übertragen und erhalten dort ihr endgültiges Finish. Am Beispiel rechts sieht
man verschiedene Skalierungsstufen ein und derselben Vektorgrafik. Nur dadurch kann man die Homogenität der Icons für eine Application sicherstellen.
Nur so wirkt das ganze aus einem Guß und alle Symbole einer Applikation sprechen die selbe Symbolsprache.
Vor allem bei kritischen Applikationen empfiehlt es sich die Icons hinsichtlich ihrer intuitiven Erkennbarkeit und eindeutigen Unterscheidbarkeit innerhalb
einer Applikation (vor allem bei ähnlichen Funktionen) zu verifizieren.
Hierzu gibt es zwei grundsätzliche Verifikationsmöglichkeiten:
Testen der Intuitivität eines Icons
Hierzu wird wird das Icon ohne Text und Beschreibung einer kleinen Gruppe von Usern gezeigt. Jeder soll festhalten, welche Funktion dieses Icon seiner Meinung nach erfüllt.
Vor allem Spezialanwendungen im technischen Umfeld muß natürlich sichergestellt sein, daß die Mitglieder einer solchen Testgruppe auch aus der Zielgruppe der späteren
Anwender gewählt werden. Während Icons wie "Kopieren" und "Einfügen" allen Benutzern erkannt werden müssen, gibt es auch Symbole, die nur für eine spezifische Zielgruppe
gedacht sind.
Testen eines Icons im Kontext
Hierzu wird das Icon im Kontext aller Icons der Applikation getestet und es wird an verschiedenen Aufgabenstellungen geprüft, ob das Icon jeweils eindeutig erkannt wird und sich
gut von Icons mit ähnlicher Funktionalität abgrenzt.
Gerade bei Anwendungen für spezifische Zielgruppen verstehen wir die Erstellung von geeigneten Symboliken als interaktiven Prozeß zwischen uns und unseren Kunden. Nur so läßt sich
sicherstellen, das ein Icon wirklich die Benutzung einer Applikation spürbar erleichtert und sicherer macht.
Damit eine Anwendung wirklich homogen wird, müssen nicht nur die Icons aufeinander abgestimmt sein, sondern alle grafischen Entwürfe, z. B. Hintergrundbilder und Startbildschirme.
Deswegen hören wir beim Icondesign noch lange nicht auf. Wir konzipieren mit Ihnen auch Splash-Screens, Hintergrundgrafiken und vieles mehr.

Die Illustration aus dem Bild links stammt aus der Anwendung
RCP-Remote und obwohl das Icon selbst wesentlich kleiner ist, wurde sie mit zahlreichen
Details gezeichnet. Gerade im mobilen Bereich nimmt die Auflösung der Displays wieder stark zu und somit auch die für die Icons benötigte Detaillierung.
Hat ein iPhone noch eine Auflösung von 320x480 Pixeln, so habe viele Android basierte Geräte bereits 800x480 Pixel. Das demnächst erscheinende iPad
wird bereits mit 1024x748 Pixel glänzen. Wer also damit liebäugelt seine iPhone Applikation auf das iPad zu portieren, sollte dies auch beim
Detaillierungsgrad der Illustrationen berücksichtigen.
Was auf aktuellen Plattformen noch ganz gut wirkt, ist erfordert bei der Portierung
auf eine andere Plattform viel mehr Detailarbeit. Kommt eine Anwendung für eine Portierung auf verschiedene Plattformen in betracht, sollte man von vorne herein einen
ausreichenden Detailgrad bei den Symbolen und Bildern wählen, den sonst ist mitunter eine aufwändige Umgestalltung erforderlich.